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Neues Produkt oder Werbekampagne – Nützliches zu Kundenbefragungen

von Thorsten Ströher am 29.05.10, 20:00 Uhr | Kommentare (0)
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Sollten Sie demnächst vorhaben, Geschäftspartner, Freunde und Bekannte nach deren Meinung zu Ihrer Neuentwicklung zu befragen, möchten wir Ihnen ein paar Tipps dazu mitgeben. An machen Stellen klingt es etwas drastisch, sehr direkt, aber die Überspitzung ist notwendig. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Sagen Sie den Personen, sie sollten so herzlos und grausam wie möglich sein. Sie wollen wissen, was sie mögen und nicht mögen, was sie nicht verstehen, was sie gefühlt haben.

Und jetzt das Schwierigste: Halten Sie den Mund und hören Sie Ihren Freunden zu. Machen Sie sich Notizen. Ihr natürlicher Verteidigungsmechanismus wird automatisch einsetzen und es mit Rechtfertigungen und Erklärungen versuchen. Halten Sie einfach den Mund. Rechtfertigen Sie sich nicht. Das ist nicht Ihre Aufgabe. Ihre Aufgabe ist es, sich die wichtigsten Kritikpunkte zu notieren und sie sich später anzusehen, wenn Ihre Empörung sich gelegt hat und Ihr Kopf wieder klar denken kann. Erst dann nämlich sind Sie bereit, die Kritik auch wirklich anzunehmen.

Vergessen Sie nicht, dass Sie Ihr Produkt/Ihr Vorhaben für Ihre (möglichen) Kunden entwickeln. Und die haben Recht – Sie nicht. Sie sind die Menschen, mit denen Sie kommunizieren müssen. Wenn Ihre Tester behaupten, sie hätten etwas nicht verstanden, dann haben sie das auch nicht. Und wenn sie sagen, sie würden etwas nicht mögen, dann gibt es daran nichts zu deuteln. Sie mögen es eben nicht.

Kurz gesagt – nehmen Sie die Kritik Ihres Marktes ernst. Sie haben immer Recht. Nur dann nicht, wenn sie ihre Gefühle ergründen wollen: Wenn Ihre Testpersonen Ihnen erklären, WARUM sie Ihr Produkt/Ihr Vorhaben nicht mögen, irren sie sich seltsamerweise so gut wie immer. Sie wissen nämlich nicht wirklich, warum sie das nicht mögen, was sie nicht mögen und sie wissen auch nicht, wie man es ändern kann.

 

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